Wissenschaftliche Arbeitsgruppe für Integrative Pädiatrie am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke
Seit Januar 2017 existiert in der Fachabteilung für Kinder- und Jugendmedizin eine wissenschaftliche Arbeitsgruppe, die an unterschiedlichen Projekten in der integrativen Kinder- und Jugendmedizin arbeitet. Der Fokus dieser Arbeitsgruppe liegt darin komplementärmedizinische Behandlungsansätze zu untersuchen und die Beratungssituation zu verbessern. Neben der präklinischen Untersuchung von pflanzlichen Medikamenten für die onkologische Behandlung werden Studien zu anthroposophischen Therapiekonzepten und der Arzt-Patienten-Interaktion durchgeführt.
Prof. Dr. med. Alfred Längler
Prof. Dr. med. Alfred Längler arbeitet als Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und verbindet dabei klinische Leitung, akademische Lehre und gesundheitspolitisches Engagement. Als Chefarzt der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin sowie als Ärztlicher Direktor des Gesamthauses prägt er maßgeblich das Profil des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke. Parallel dazu gibt er sein Fachwissen als Universitätsprofessor für Integrative Kinder- und Jugendmedizin an der Universität Witten/Herdecke an die nächste Generation weiter. Darüber hinaus bringt er seine Expertise als Sprecher der Nationalen Stillkommission sowie als Vorsitzender der WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundlich“ aktiv in bundesweite gesundheitspolitische Gremien ein und veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Fachliteratur.
Prof. Dr. Alfred Längler leitet die Arbeitsgruppe für integrative Kinder- und Jugendmedizin und hat sich durch seine umfangreichen wissenschaftlichen Arbeiten im Bereich der pädiatrischen Onkologie und der integrativen Medizin in der Kinderheilkunde international einen Namen gemacht. Seine Forschung konzentriert sich insbesondere auf die wissenschaftliche Evaluierung und den klinischen Einsatz von komplementärmedizinischen Verfahren bei chronisch und lebensbedrohlich erkrankten Kindern. Durch zahlreiche hochrangige Publikationen und Studien hat er maßgeblich dazu beigetragen, evidenzbasierte Ansätze der Anthroposophischen Medizin in der modernen universitären Pädiatrie zu verankern.




Prof. Dr. med. Tycho Zuzak
Prof. Dr. med. Tycho Zuzak arbeitet als Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und verbindet in seiner beruflichen Laufbahn klinische Spezialisierung, innovative Versorgungsforschung und akademische Lehre. Als stellvertretender Leitende Arzt der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke widmet er sich intensiv der pädiatrischen Onkologie und Hämatologie. Parallel dazu treibt er die wissenschaftliche Entwicklung als stellvertretender Leiter für Forschung im Bereich der integrativen Kinder- und Jugendmedizin voran und engagiert sich in der akademischen Ausbildung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen.
Prof. Dr. med. Tycho Zuzak leitet stellvertretend unter Prof. A. Längler die Arbeitsgruppe für integrative Kinder- und Jugendmedizin. Die Forschungstätigkeit von Prof. Dr. med. Tycho Zuzak konzentriert sich auf die pädiatrische Onkologie und Hämatologie mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Integrativen Medizin in der Kinderheilkunde. Er untersucht wissenschaftlich, wie komplementärmedizinische Behandlungsverfahren die konventionelle Krebstherapie bei Kindern sinnvoll und sicher ergänzen können, um therapiebedingte Belastungen zu lindern und die Lebensqualität der jungen Patienten zu stärken. Ein wesentlicher Teil seiner Arbeit widmet sich der präklinischen Wechselwirkungsforschung im Labor, bei der er die zellulären Effekte und potenziellen Interaktionen bei der gleichzeitigen Anwendung von Mistelpräparaten und klassischen Radio- oder Chemotherapien auf pädiatrische Tumorzellen analysiert. Dabei betont seine Arbeit stets die pädiatrischen Besonderheiten, da therapeutische Erkenntnisse aus der Erwachsenenmedizin aufgrund der sensiblen Entwicklungsphasen von Kindern nicht einfach übertragen werden können.
Univ.-Prof. Dr. med. David Martin
Die Forschungstätigkeit von Univ.-Prof. Dr. med. David Martin ist konzentriert sich im Fachbereich der Kinder- und Jugendmedizin vor allem auf die Integrative Medizin, die pädiatrische Endokrinologie sowie die evidenzbasierte Evaluation anthroposophischer Therapieansätze. Als Inhaber des Gerhard Kienle Lehrstuhls für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin sowie als Leiter des Instituts für Integrative Medizin (IfIM) an der Universität Witten/Herdecke erforscht er intensiv die körpereigenen Ressourcen und natürlichen Heilungsprozesse bei Kindern. Ein wesentlicher und praxisnaher Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit liegt in der Untersuchung der physiologischen Wirkung von Fieber im Kindesalter; im Rahmen drittmittelgeförderter Projekte wie der bundesweiten FieberApp-Registerstudie untersucht er, wie die elterliche Kompetenz im Umgang mit Fieber gestärkt und unnötige Antibiotikaverordnungen reduziert werden können. Darüber hinaus bringt er seine umfassende Expertise als Facharzt für pädiatrische Endokrinologie, Diabetologie und Onkologie in die klinische Versorgungsforschung und in interdisziplinäre Initiativen zum bewussten kindlichen Medienkonsum ein, um eine ganzheitliche und nachhaltige Gesundheitsentwicklung im Kindes- und Jugendalter wissenschaftlich zu untermauern.




