Deutschlandweite Erfassung von unerwünschten Ereignissen
Stationäre Aufnahmen wegen unerwünschten Ereignissen im Zusammenhang mit der oralen, auch versehentlichen Einnahme eines komplementärmedizinischen Arzneimittels bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland
Die wissenschaftliche Arbeitsgruppe für integrative Kinder- und Jugendmedizin am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke untersucht mit der Erhebungseinheit für Seltene Pädiatrische Erkrankungen in Deutschland (ESPED) die Sicherheit von komplementärmedizinischen Arzneimitteln bei Kindern und Jugendlichen.
Dies erfolgt mittels einer zweijährigen geclusterten Querschnittstudie mit repetitiver, monatlicher Wiederholung, in der unerwünschte Ereignisse bei der oralen Einnahme von komplementärmedizinischen Arzneimitteln erhoben werden. Durch die Datenerhebung werden neben einer validen Inzidenzschätzung, Daten zur Sicherheit von komplementärmedizinischen Arzneimitteln und zu Interaktionen mit anderen Medikamenten gesammelt.
Die Ein- und Ausschlusskriterien wurden im Rahmen einer Falldefinition festgelegt. Diese beinhaltet: die stationäre Aufnahme eines Kindes oder Jugendlichen (0 bis 18 Jahre), mit oder ohne Symptome aufgrund eines eingetretenen oder befürchteten unerwünschten Ereignisses infolge der oralen, auch versehentlichen, Einnahme eines komplementärmedizinischen Arzneimittels, welches wegen einer Erkrankung oder einer Symptombehandlung angewandt wurde oder anzuwenden ist.


